Kasinopraxis Tempini | Kasinostrasse 30 | 5000 Aarau | Tel.: 062 824 00 07
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Myoarthropatie Ein grosser Teil der Bevölkerung knirscht oder presst in der Nacht bewusst oder unbewusst auf den Zähnen. Entsprechende Symptome sind Muskelverspannungen im Kiefer- und Gesichtsbereich, Druck auf den Zähnen und Füllungen bis hin zu Ohren- und Kopfschmerzen. Tinnitus und Kiefergelenkschäden, um nur einige davon zu nennen. Im Gespräch versuchen wir die Patienten über die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. Symptome und Diagnose Die Symptome einer Über- und Fehlbelastung der Kiefergelenke sind vielfältig; rund zwei Drittel der Bevölkerung weisen mindestens ein Symptom einer Myoarthropathie auf. Am häufigsten betroffen sind Frauen im Alter von 25 bis 50 Jahren. Aber auch bei Kindern sind Symptome einer Myoarthropathie zu finden und ihre Häufigkeit steigt rapide mit dem Alter; daher sind sie bereits bei Jugendlichen fast genauso oft anzutreffen wie bei Erwachsenen. Kiefergelenkknacken bzw. Kiefergelenkreiben sind die eigentlichen Zeichen, welche aber nicht immer auch schmerzhaft sind. Eine exakte, umfassende Anamnese mit genauer Beschreibung von Schmerzqualität und -verlauf ist von zentraler Bedeutung für eine korrekte Diagnose. Die möglichen Ursachen einer Myoarthopathie sind vielschichtig. Grob sind sie in drei große Gruppen einzuteilen: 1. neuromuskulär (Nerven und Muskeln betreffend) 2. anatomisch-okklusal (Kauflächen der Zähne betreffend) 3. psychisch (seelische Belastung) Die Überlastung der Strukturen des Kausystems durch Parafunktionen wie Zähneknirschen und/oder Zähnepressen, sind bei der Entstehung einer Myoarthropathie von großer Bedeutung. Zu Parafunktionen kommt es häufig infolge einer nicht adäquaten Stressbewältigung. Therapie Nebst Entspannungstherapien und Physiotherapie (Heinz Kurth www.physio-kurth.ch) bietet sich die Schienentherapie an. Wir verwenden die Michiganschiene und in speziellen Fällen die NTI -Schiene mit grossem Erfolg. Im Zentrum der Behandlung steht die Aufklärung des Patienten über die Schonung des Kausystems durch Vermeidung von Parafunktionen. Viele Patienten bemerken nicht, dass sie unter Anspannung oder beim konzentrierten Arbeiten auf die Zähne pressen. Eine korrekte, entspannte Unterkieferhaltung - ohne Zahnkontakt - ist ebenso wichtig.